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Die Schule der Akademische Reitkunst - von dem Dänen Bent Branderup ins Leben gerufen - basiert auf dem Wissen der großen Reitmeister wie Xenophon, Pluvinel, Guérinière und Steinbrecht. Die heutige Akademischen Reitkunst kombiniert die frühere Philosophie mit modernem Gedankengut und erweckt die historische Reitkunst der Vergangenheit wieder zum Leben. Der Begriff Akademische Reitkunst bezieht sich auf die historischen Reitakademien, die während der Renaissance überall in Europa aufblühten. Reitakademien waren eine Bildungseinrichtung der Wissenschaften rund um das Pferd, in denen die jungen Ritter in den Fächern der Pferdeanatomie, dem medizinischen Grundwissen und der Ausbildung zum Gebrauchspferd unterrichtet wurden. An den Reitakademien lernte man nicht erst das Reiten, denn das beherrschte jeder von Kindesbeinen an, sondern die Handhabung des Pferdes bei der Dressur der Hohen Schule! Hier dozierte der Reitmeister seine Kunst theoretisch und praktisch, belesen in der hippologischen Literatur, geschult von dem eigenen Reitmeister und erprobt durch langjährige Erfahrung. Viele Reitakademien entstanden in jener Zeit, doch Pluvinel war wohl der bedeutendste, größte Meister seines Faches und lieferte die größte Anregung zur Entwicklung der Reitkunst in der Renaissance. Pluvinel erreichte seine Erfolge durch sein wissenschaftliches und pädagogisches Eingehen auf das einzelne Tier. Somit bildete er das Pferd entsprechend seinen angeborenen erlernbaren Bewegungsweisen mit Güte aus.
Der Akademische Reiter sieht Reiten als Kunst, die Pferd und Mensch im Leben eine Aufgabe bietet, die mit Würde bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann. Systematische gymnastische Übungen schulen das Pferd entsprechend seinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten und fördern sein physisches und psychisches Wohlbefinden. Die Philosophie der Akademischen Reitkunst lautet: Die Dressur dient dem Wohle des Pferdes,
GrundlagenDas Ziel des Akademischen Reiters ist es, das Pferd in Balance zu bringen, die Vorhand des Pferdes frei zu machen und in den Hanken zu setzen, während es immer bereit ist, sich vorwärts-abwärts zu dehnen und Kontakt zur Reiterhand zu suchen. Die Basis der Akademischen Reitkunst ist eine gute Grundausbildung, die mit der Handarbeit und dem Longieren mit Kappzaum beginnt. Während der weiteren Ausbildungsstufen arbeitet der Reiter an Seitengängen, Pirouetten, Handwechseln und beginnender Versammlung in halben Tritten bis zur Piaffe. Schließlich werden diese Übungen einhändig auf blanker Kandare und in allen drei Gangarten geritten. Der Akademische Reiter führt somit die Hüfte des Pferdes zwischen seinen Schenkeln und dessen Schultern zwischen den Zügeln. Die einhändig gefasste Kandare dient hauptsächlich der Rahmengebung. Das Genick wird in Stellung zur Hüfte gebracht, so dass die Wirbelsäule zwischen Genick und Hüfte eine gleichmäßige Biegung einnimmt und entspannte Aktivität möglich wird. Der Reiter bringt seinen Schwerpunkt mit dem des Pferdes überein und ist bestrebt, mit ihm eins zu werden. Dies ist die Basis für die eigentliche Kunst: die Hohe Schule der Dressur. Durch diese konsequente Grundausbildung werden Reiter und Pferd zu Partnern, die in Harmonie zusammenarbeiten. Denn: Nur wenn
Reiter und Pferd eins werden, Die Akademische Reitkunst ist für alle Pferderassen und alle Reiter geeignet, unabhängig von Alter, Fähigkeiten oder gewählter Disziplin und erlaubt ein individuell höchstmögliches Niveau zu erreichen, ohne die Regeln der Natur zu missachten. Die Ritterschaft der Akademischen Reitkunst bietet Reitern, die sich den beschriebenen Idealen verpflichtet fühlen, die Möglichkeit, ihr Können durch Ablegen von Prüfungen unter Beweis zu stellen. Die Prüfungen enthalten unterschiedliche Anforderungen bis hin zur Kapriole. Die Ideale der Ritterschaft sind:
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