Andalusier

Der Name Andalusier bezeichnet landläufig alle spanischen Pferderassen, ist aber genau genommen so nicht ganz richtig.

Den Namen Pura Raza Española gibt es seit Anfang dieses Jahrhunderts. Die Zucht des Pura Raza Española (kurz PRE) wird in Spanien außerordentlich streng gehandhabt, das Zuchtbuch wird vom Verteidigungsministerium verwaltet. Nur Hengste und Stuten, die hier registriert sind, sind zur Zucht zugelassen. 

Insofern werden spanische Pferde ohne die Zulassung und entsprechende Papiere gerne als "Andalusier" bezeichnet.

Hispano-Araber und Hispano-Ingles 

Bei diesen Pferden handelt es sich um Gebrauchskreuzungen von spanischen Edelpferden mit Vollblut-Arabern (Hispano-Araber) oder Englischem Vollblut (Hispano-Ingles). Allerdings werden solche Zweckprodukte in der Regel nicht zur weiteren Zucht eingesetzt, da sie sonst sehr stark aufspalten würden. Man bevorzugt eine erneute Kreuzung und verzichtet auf eine durchgreifende Umformung des bestehenden Typs. Viele Züchter halten zu diesem Zweck einige Stuten der Arabischen Rasse bzw. des Englischen Vollblutes und belegen sie mit ihren spanischen Hengsten, aber auch die umgekehrte Kreuzung ist durchaus gängig. Hierdurch entsteht ein Typus, der die höhere Spurtkraft der Rennpferde mit der Wendigkeit und Rittigkeit des Schulpferdes verbindet.

Anglo-Hispano-Araber ("Tres Sangres")

Beim Angolo-Hispano-Araber wurden zum Englischen Vollblut Araber mit eingekreuzt, weil der Vollblüter zu nervös und ängstlich ist. Wir nennen dieses Produkt Dreiblüter (auf spanisch "Tres Sangres"). Er vereint in den guten Exemplaren die Vorzüge der drei Ausgangsrassen in idealer Weise.

Allerdings besitzt der reine Andalusier Eigenschaften, die der Vollblüter nicht vorweisen kann: Er ist viel zäher und widerstandsfähiger und auch mutiger und gehorsamer.

 

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