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Frederiksborger Frederik II von Dänemark gründete 1592 das königliche Gestüt Frederiksborg, welches später zu den besten in Nordeuropa zählte und in dem zunächst spanische, später auch neapolitanische Beschäler die einheimischen Schläge veredelten. Man züchtete ein Pferd mit ausgefallener Farbe für die Kutsche und den Sattel, so z.B. Falben, Blauschimmel, Mohrenköpfe, Weißisabellen oder Weißgeborene. Der Frederiksborger wurde in ganz Europa als prächtiges Kutsch- und Schulpferd äußerst beliebt, denn er verkörperte das Ideal des Prunkrosses mit kräftigen, schwungvollen und hohen Gängen. Um 1770 gehörte der Frederiksborger zu den begehrtesten Rassen überhaupt und stellte neben den spanischen Pferden einen großen Teil der Schulpferde an den europäischen Königs- und Adelshöfen.
Der Begründer der ältesten Linie in der Lipizzanerzucht, Pluto, ein 1765 geborener Schimmelhengst, stammte aus dem Königlichen Gestüt Frederiksborg, welches 1871 vollständig aufgelöst wurde. Guérinière äußerte sich wie folgt zu der dänischen Zucht: "Die dänischen Pferde sind wohl geformt und haben schöne Bewegungen. Man macht gute Springer (Anm.: Caprioleure) von ihnen; sie sind vortreffliche Soldatenpferde; auch zieht man prächtige Züge aus diesem Land". |