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Knabstrupper Die Stammstute des Knabstruppers ist die spanische Tigerscheckstute "Flaebehoppen", die ursprünglich einem spanischen Offizier gehörte. Er war in dänische Gefangenschaft geraten und verkaufte sie 1808 an den Metzger Flaebe, der ihre Ausdauer und Härte vor der Kutsche sehr schätzte. Der Major Villars Lunn wurde auf die enorme Leistungsbereitschaft dieser Stute aufmerksam und konnte sie erwerben. Im Andenken an ihren Vorbesitzer nannte er die Stute "Flaebehoppen" (Pferd des Flaebe). Er belegte sie mit dem falbfarbenen Frederiksborger-Hengst Baeveren.
Der Knabstrupper Tigerschecke war also eine Farbvariante des Frederiksborgers und wurde als gelehriges und intelligentes Reitpferd mit starken Nerven geschätzt, das sich gut für die Manège (Reitbahn) eignete. Durch unbedachte Kreuzungen, die nur auf die Fellfarbe abzielten, ging die ursprüngliche Charakteristik dieser Pferde aber in späterer Zeit beinahe verloren. Heute bemüht man sich in der dänischen Züchtervereinigung wieder um einen einheitlichen Rassetypus und kreuzt zur Festigung des alten Knabstrupppers hin und wieder Pura Raza Española-Pferde ein. Die meisten der alten Blutlinien in Dänemark wurden jedoch leider aufgelöst oder aber verkauft, vorwiegend nach Deutschland. So kam es, daß die wohl größte und ursprünglichste Knabstrupperzucht nun in Deutschland im emsländischen Werpeloh bei Heinz Hackmann existiert, der sich mit seinem Gestüt "Aus der schützenden Hand" sehr um den Erhalt und die Reinzucht des ursprünglichen Knabstruppers verdient gemacht hat. Guérinière äußerte sich wie folgt zu der dänischen Zucht: "Die dänischen Pferde sind wohl geformt und haben schöne Bewegungen. Man macht gute Springer (Anm.: Caprioleure) von ihnen; sie sind vortreffliche Soldatenpferde; auch zieht man prächtige Züge aus diesem Land". |