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Höchste Reitkunst in barockem Glanz Der Lipizzaner ist die älteste Kulturpferderasse Europas, deren Ursprung bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Ihren Namen verdanken diese edlen Pferde erst seit dem 19. Jahrhundert dem heute in Slowenien liegenden Dorf Lipica. Bis dahin waren sie als "Spanische Karster" bekannt und hoch geschätzt. Seit 1920 ist die Heimat der Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule das Bundesgestüt Piber in der Weststeiermark. Dort wird das mehr als vierhundertjährige Wissen um die Aufzucht dieser großartigen Tiere sorgsam gepflegt und weiter entwickelt. Die Lipizzanerzucht in Piber basiert nach wie vor auf den Nachkommen der Originalherde des ehemaligen kaiserlichen Hofgestütes Lipizza. Jedes Jahr werden die besten Lipizzanerhengste für die Ausbildung in der Spanischen Hofreitschule ausgewählt. Am Höhepunkt ihrer Karriere begeistern sie Besucher aus aller Welt mit ihrem einzigartigen Auftritt in der berühmtesten Reithalle der Welt, der sogenannten "Winterreitschule" in der Wiener Hofburg. Kaiser Karl VI. ließ in den Jahren 1729 bis 1735 die herrliche Winterreitschule in der Wiener Hofburg von Josef Emanuel Fischer von Erlach erbauen. Das Portrait des Monarchen ziert die weiße Barockhalle, in der die Bereiter der Spanischen Hofreitschule die Pferde ausbilden und ihre Vorführungen geben. Ihren Namen verdankt sie den spanischen Pferden, die den Grundstock der damaligen Reitschule gebildet haben. Der Lipizzaner wurde durch alle Krisen und Kriege gerettet und wird heute von staatlich besoldeten Berufsreitern im wunderschönen Marstall der Wiener Hofburg der staunenden Welt präsentiert. Die Spanische
Hofreitschule Wien ist die einzige Institution der Welt, an der die klassische
Reitkunst in der Renaissancetradition der "Hohen Schule" seit über
430 Jahren lebt und unverändert weiter gepflegt wird.
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